Museum Insel Hombroich


Prolog


 

 

„Kunst parallel zur Natur“

Die Insel lädt ein zu einer sinnlichen Entdeckungsreise durch Natur und Architektur. Der zeitgenössische Park - die renaturierte Erftaue - symbolisiert durch den geschaffenen Dialog zwischen Natur, Kunst und Architektur die Idee einer künstlerischen Kulturlandschaft. Das Erleben von „Kunst parallel zur Natur“ – frei nach einem Zitat von Paul Cézanne – eröffnet viele Wege und Blickbeziehungen. Der Landschaftsgestalter Bernhard Korte hat das weitläufige Terrain zu einem Park-, Auen- und Terrassengelände verbunden. Befestigte und unbefestigte Wege und Pfade durchziehen die ruhige Landschaft, Brücken und Stege führen über Gewässer und sumpfiges Gelände.

Der Bildhauer Erwin Heerich schuf 11 Pavillons, die – selbst Kunst – andere Kunstwerke aufnehmen. Bei der Gestaltung der Pavillons hat sich Heerich an das Konzept von Schlichtheit und Einfachheit gehalten, sich aber gleichsam mit seinen Bauwerken in idealer, harmonischer Weise der niederrheinischen Auenlandschaft angepaßt. Die Architektur fügt sich harmonisch als begehbare Skulpturen in die Landschaft ein. Sonnenstand und Jahreszeiten sorgen für reizvolle wechselnde Lichtspiele zwischen Natur und Architektur.

Als Keimzelle des zeitgenössischen Parks gilt das „Rosa Haus“, eine Villa aus dem 19. Jahrhundert mit ihrem streng axial angelegten Garten von 1820. Stattliche Blutbuchen, eine Gerichtseiche und eine riesige Sumpfzypresse stammen noch aus den Anfängen des Parks.

Der Besucher des Museums Insel Hombroich muß selbst entscheiden, ob er der Architektur und den in ihr bewahrten Kunstwerken oder der sich im Wechsel der Jahreszeiten wandelnden Natur den Vorrang geben will.