Die Waldgärten von Ramster
Der Garten
Die Waldgärten von Ramster umfassen acht Hektar und wurden im frühen 20. Jahrhundert von der Baumschule Gauntlett in Chiddingfold angelegt.
1900 kaufte Sir Harry Waechter das Anwesen, das ursprünglich Ramsnest hieß. Er begann damit, das einstige Bauernhaus mit seinen landwirtschaftlichen Flächen zu einem Anwesen für einen Gentleman zu entwickeln.

1907 legte die Baumschule V.M. Gauntlett & Co. aus Chiddingfold einen 17 Hektar großen Garten an. Der Betrieb lag auf dem Grundstück am nördlichen Ende des Anwesens in der Nähe des Dorfes und war mit dem Garten durch einen Fußweg verbunden. Auf der amtlichen Karte von 1916 ist der Standort als „Japanische Baumschule“ eingetragen.
Die Firma Gauntlett war zu dieser Zeit für die Produktion detailreicher Pflanzenkataloge bekannt, die reich mit Fotos illustriert waren, darunter einige mit dem Titel “in einem Garten in Surrey”, die in Ramsnest aufgenommen wurden.
In einer Schlucht stehen noch heute japanische Ahornbäume und steinerne Gebetslampen, die wahrscheinlich von der Yokohama Nursery Company importiert wurden. Diese Firma wurde 1890 gegründet und bestand vermutlich aus einem Zusammenschluss verschiedener kleiner Baumschulen der Yokohama-Region. Es steht fest, dass Norman Gauntletts japanische Baumschule hier Pflanzen bezogen hat. Mit Bambus und einem Shinto-Tor setzt sich das Thema „Japan“ rund um den (künstlichen) See fort.

1922 wurde das Anwesen zum Verkauf angeboten. Im Exposé heißt es „ ... in Nähe der Stallungen liegen der Japanische Iris-Sumpf, der Weiße Garten, Staudenrabatten, der Rosengarten ... alle Bereiche werden von reizvollen Waldwegen durchschnitten ... diese Gärten werden für ihre schönen und abwechslungsreichen Bambushaine, Rhododendren und Azaleen gerühmt.“
Sir Henry und Lady Norman kauften 1922 das Anwesen. Lady Norman war die Tochter von Lord Aberconway von Bodnant (dem berühmte Rhododendrengarten in Nordwales) und eine leidenschaftliche Gärtnerin. Der Garten wurde um Bäume und Gehölze ergänzt, darunter Rhododendren aus Bodnant und andere Hybriden, die Lady Norman gezüchtet hatte.

Der Garten war einer von 600 Gärten in Surrey, die 1927 mit Unterstützung eines Gartenförderprogramms für das Publikum geöffnet wurden (heute „National Gardens Scheme Charitable Trust“, besser bekannt als „Yellow Book“).
In den 1930er Jahren wurde das Anwesen von Ramsnest in Ramster umbenannt. Im Frühjahr bedecken Narzissenwiesen den Boden. Kamelien und Magnolien mit sanften, feinen Farben stehen im Zentrum der Szenerie. Im Mai bieten Rhododendren und Azaleen eine glanzvolle Schau, während ein Teppich von Glockenblumen die Luft mit ihrem Duft erfüllt und die ständig wandelnden Farben des Gartens im Teich reflektiert werden. Ein Spaziergang auf den Graswegen, die sich durch die Waldwiese schlängeln, bietet ein sinnliches Erlebnis.

Neben den schönen Rhododendren, Azaleen, Kamelien, Magnolien und Stauden gibt es einen vollentwickelten Sumpfgarten mit Mammutblatt (Gunnera) und Baumfarn.
Aus jüngerer Zeit stammt der „Millennium Garden“ mit seinen erhöhten Beeten. Im Juni steht er in voller Blüte und ist mit dem Spiel des Wasserfalls ein romantischer Platz zum Träumen
Gartenliebhaber aller Art, Experten wie leidenschaftliche Amateure oder auch Besucher, die Stille und Schönheit suchen, werden diesen Garten lieben.
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