Staatspark Karlsaue


Prolog

 

 

Der große Barockpark Landgraf Karls (1654 – 1730) entstand ab 1680 unterhalb des alten Residenzschlosses der Landgrafen von Hessen-Kassel. Die wesentlichen Teile der barocken Grundstruktur mit den drei vom Bowlinggreen vor der Orangerie ausstrahlenden Hauptachsen, dem großen Bassin sowie der Insel „Siebenbergen“ sind bei der ab 1785 vorgenommenen Umformung zum Landschaftsgarten erhalten geblieben. Deshalb besteht der Park aus einer reizvollen Mischung aus barocken Elementen wie den langen geraden Alleen und Kanälen sowie wirkungsvoll arrangierten „natürlichen“ Partien aus vielfältigen Gehölzen und Baumgruppen. In der Zeit der Herbstfärbung ergibt die Farbenvielfalt des Laubes ein eindrucksvolles Bild.

Der botanische Höhepunkt ist die Insel „Siebenbergen“ am südwestlichen Ende des Parks. Sie wurde 1822 von Hofgärtner Hentze zu einem zu jeder Jahreszeit sehenswerten und gepflegten botanischen Kleinod mit großer Vielfalt an Gehölzen, Stauden, Sträuchern und Blumen umgestaltet, zwischen denen Pfauen stolzieren.

Neben dem Orangeriegebäude steht der Pavillon des „Marmorbads“, der einen der bedeutendsten Prunkräume des deutschen Barock mit künstlerisch herausragenden Skulpturen und Reliefs enthält.