Regionale Routen


Wege zur Gartenkunst und Kulturlandschaft



Die Parks und Gärten im Europäischen Gartennetzwerk sind ideale Ausgangspunkte, um Gartenkunst, Natur, Geschichte, Kultur und die Identität der Regionen im Zusammenspiel zu erleben: Besucher können Neues und Verborgenes entdecken, Bekanntes mit anderen Augen betrachten und das Besondere einer Kulturlandschaft genießen!

Jede der aktuell zwölf Gartenrouten in England, Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden steht unter einem Thema, mit dem das Charakteristische der Region in den Blickpunkt gerückt wird. Die Auswahl der Gärten erfolgte nach festgelegten Kriterien. Zusätzlich wurden Attraktionen der Kulturlandschaften in die Gartenrouten aufgenommen. Als „Wege zur Gartenkunst“ stärken die Routen das Bewusstsein für die Bedeutung von Parks und Gärten, Städtebau, Denkmalschutz, Kulturtourismus und nachhaltiger Entwicklung sowie für die regionale Identität.

Derzeit präsentieren sich rund 180 Parks und Gärten, Museen, historische Stadtkerne und moderne Architektur, Naturparks oder Anbieter von regionalen Produkten in den zwölf regionalen Routen. Ob in Frankreich an der Loire, in England in der hügeligen Landschaft Cheshires oder in Deutschland in der Ebene des Niederrheins oder in Nordhessen: Auf dem Weg von einem Garten zum anderen lassen sich die Eigenarten und die Vielfalt der europäischen Regionen entdecken.

Beispiel England: Im Südwesten Großbritanniens gelegen, zeichnet sich die Region Somerset durch unberührte Landschaften aus, von Kalksteinkliffs, Sandsteinfelsen und Feuchtgebieten bis hin zu zahlreichen Marktstädtchen, Schlössern und beachtenswerten Gärten. Der Ankergarten von Hestercombe mit seinem Landschaftsgarten aus dem 18. Jahrhundert, einer viktorianischen Terrasse aus dem 19. Jahrhundert und einem formalen Garten aus der Edwardianischen Zeit zeigt die traditionelle britische Gartenkultur von ihrer besten Seite.  In der Region Surrey lässt sich die Entwicklung der Gartenkunst auf engstem Raum hervorragend nachvollziehen und erleben. Das "Pittoreske Cheshire" lebt von seinen Parks und Gärten und in diesen Parks und Gärten leben Mythen und Legenden fort  - diese sind die Themen der beiden Routen in dieser Region im Nordwesten Englands.

Beispiel Deutschland: Die Gartenrouten in Nordrhein-Westfalen bauen auf regionalen Projekten auf, die bereits seit Jahren existieren und weiterentwickelt wurden, darunter die "EUROGA 2002+ Landschaft und Kultur an Rhein und Maas" am Niederrhein, die "REGIONALE LINKS UND RECHTS DER EMS“ im Münsterland, die „Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas“ im Rheinalnd oder das Projekt „Garten_Landschaft OstWestfalenLippe“.  Das Ruhrgebiet wiederum war lange nur als Industrie- und Arbeiterregion bekannt. Mehr und mehr werden nun Parks und Gärten zu wichtigen Elementen einer neuen und nachhaltigen Stadtentwicklung.

Beispiel Frankreich: Ein dichtes Flussnetz, 450 km Küste, weite Felder und die Schlösser des Landadels prägen die Region im westlichen Loiretal. Rund um den Ankergarten Parc Oriental in Maulévrier lassen sich gärtnerische Kleinode entdecken. Er ist einer der größten japanischen Gärten Europas mit 300 Pflanzenarten und Lichtinstallationen. In Verbindung mit regionalen Besonderheiten wie der Wein- und Cidreherstellung, Fisch und Austern oder einem Salzgartenmuseum lässt sich hier Gartenkunst gleichermaßen sehen, riechen, schmecken, fühlen und erleben!

Bewiesen haben sich die Gartenrouten auch als Ansatzpunkte für weitergehende Kooperationen und zur Förderung regionaler Ökonomien. Als „grüne Wegweiser“ und verbindende Elemente dienen regionale Themen. Deshalb ist es auch nicht erforderlich, die „Wege zur Gartenkunst“ in einer bestimmten Reihenfolge zu bereisen. Denn mehr noch ist es das Ziel der „Wege zur Gartenkunst“, Regionen zu entdecken, neue Eindrücke zu gewinnen und Orte aufzusuchen, die die Aufmerksamkeit des Reisenden auf sich ziehen. Die Präsentation der lokalen Gartenkultur steht bei den Parks und Gärten der „Regionalen Routen“ somit eindeutig im Vordergrund. Besuche dieser regionalen Gartenparadiese geben wunderbare Einblicke in das gemeinsame gartenkulturelle Erbe Europas.

Ziel des EGHN ist es, weitere interessante Regionen durch regionale Routen zu präsentieren.  Zum Teil sind erste Schritte mit der Aufnahme von Parks und Gärten aus Schweden, Irland und Italien gemacht und Interesse besteht u.a. aus Malta, Rhodos, der Region um Amsterdam und der Bretagne.

Den Besuchern wird damit bald ein noch breiteres Angebot an attraktiven Möglichkeiten geboten, Gartenkultur auf regionaler Ebene kennen und lieben zu lernen und einen Einblick in den europäischen Gedanken des Gartennetzwerks zu erhalten.

Zentrale Informationsplattform zu den Gartenrouten wie auch zum EGHN selbst ist die Internetseite www.eghn.eu. Hier findet der Besucher Bilder zu den Gärten und Informationen in englischer, deutscher und französischer Sprache sowie für die Routen in Limburg (NL), Westflandern (B) und Nordhessen auch in niederländisch.

Für vier Regionen in Nordrhein-Westfalen sowie für die Route in Limburg gibt es zusätzlich eigene Gartenführer, die Besucher über die einzelnen Stationen einer Gartenroute informieren. Sie erhalten die informativen Broschüren in den jeweiligen Gärten oder bei der Stiftung Schloss Dyck oder auch als Download von dieser Seite:

Broschüren zu den Gartenrouten:


EGHN_Route Limburg (Niederlande) (pdf-file, 6,8 MB, niederländisch, deutsch, engl., franz.)

EGHN_Route Ostwestfalen-Lippe (pdf-file, 4,8 MB, deutsch, engl., franz.)

EGHN_Route Münsterland (pdf-file, 5,5 MB, deutsch, engl., franz.)

EGHN_Route Ruhrgebiet (pdf-file, 3,6 MB, deutsch, engl., franz.)

EGHN_Route Rheinland (pdf-file, 4,2 MB, deutsch, engl., franz.)


Download von EGHN Berichten zu diesem Thema (in englischer Sprache, falls nicht anders vermerkt):

EGHN_Case Study "Gardens cultivating local pride and regional standing" (pdf-file, 2 MB)

EGHN_Case Study "Gärten fördern lokale Strukturen und regionale Identität" (pdf-file, 2 MB, deutsch)

EGHN_Case Study "Les jardins promeuvent les structures locales et l'identité régional" (pdf-file, 2 MB, franz.)

EGHN_Paper on voluntary work "Renaissance bürgerschaftlichen Engagements" (pdf-file, 0,3 MB, deutsch)

EGHN_Value and impact assessment of Tatton Park (pdf-file, 0,9 MB)




.