Entwicklung von Parkanlagen und Gärten im Wandel der Zeit

Geprägt durch unterschiedliche Einflüsse konzentriert sich die Regionale Route von Surrey auf die “Entwicklung von Parkanlagen und Gärten im Wandel der Zeit“.
Die Route zeigt, welchen Einflüssen die Stilrichtungen und die Entwicklung von Parks und Gärten in Surrey unterlagen. Sie beleuchtet, woher die Inspiration kam, wie die Anlagen sich entwickelten und wie sie mit Orten und Menschen verflochten sind.
Dieses Thema steht in engem Zusammenhang mit der kulturellen, wirtschaftlichen, geschichtlichen und sozialen Entwicklung von Surrey. Ebenso hat es eine Verbindung zur Kunst und zur Architektur. Die regionale Route soll diese Verbindungen zeigen und schließt ausgewählte weitere Sehenswürdigkeiten und Aspekte mit ein. Die fünf Gärten der regionalen Route in Surrey sind ausgewählt worden, um die Spannbreite der Einflüsse auf die Entwicklung der Park- und Gartenlandschaften in Surrey herauszustellen.
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        Die Region Surrey

Surrey ist das Tor zum Südosten Englands und nach London. Die Region mit einer Fläche von 1.500 km² liegt zwischen London im Norden und dem Schutzgebiet der Surrey Hills im Süden. Als Region mit mehr als einer Million Einwohner treffen hier traditionelle englische Dörfer und moderne Geschäfts- und Wirtschaftszentren aufeinander.
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        Das Gartenland Surrey

Die Region Surrey ist reich an historischen Parks und Gärten. Fünf Gärten werden in der regionalen Route ausführlich vorgestellt. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Gärten, die die Geschichte des Gartenlandes Surrey geprägt haben und für die internationale Entwicklung der Gartenkunst von Bedeutung sind.

Die frühesten Gartenanlagen waren Klöstern zugeordnet, wie z. B. Chertsey Abbey, von der heute nichts mehr erhalten ist, oder sie waren mittelalterliche Wildgehege wie der Priory Park in Reigate.

Heinrich VIII. errichtete Nonsuch Palace zur Repräsentation seiner Macht. Die berühmten Gärten wurden unter der Herrschaft seiner Tochter Elisabeth weiterentwickelt. Der Palast wurde im 17. Jahrhundert zerstört und heute sind die Gärten verschwunden.

Der Schriftsteller John Evelyn ließ italienische Gartenkunst in seinem Hausgarten in Wotton bei Dorking einfließen und beriet bei der Anlage der Gärten in Albury Park bei Guildford. Beide Gärten überdauerten in Privatbesitz.

Surrey hat Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts im Überfluss, darunter Busbridge, Clandon, Claremont, Oatlands und Painshill, einige von ihnen sind heute öffentlich zugänglich.

Die Pracht der Gärten von Denbies und Deepdene bei Dorking war zur viktorianischen Zeit berühmt. Zur Jahrhundertwende war die Bandbreite der Gartenstile enorm. Sie variierte von Pflanzensammlungen bis zum Formalismus des Tudor Revival wie sie in Great Fosters bei Egham zu finden ist. Staudenrabatten und Waldgärten wurden durch Gartengestalterin Gertrude Jekyll berühmt und international bekannt.

In den letzten Jahren gestaltete Sir Geoffrey Jellicoe die Gärten von Sutton Place bei Guildford. In Wisley sind die Gärten der Royal Horticultural Society ein Quell der Inspiration für Gartenliebhaber von heute.