Das Projekt „Craft Skills for Garden Conservation“ im Programm Erasmus+
Historische Gärten verkörpern einen großen Teil des natürlichen und kulturellen Kapitals einer Gesellschaft und ihr Erhalt und ihre Weiterentwicklung erfordern enormes Wissen und Können. Doch beides wird immer knapper.
Um dem entgegenzusteuern, haben die Partner:innen (siehe Liste am Seitenende) im Erasmus+-Projekt „Craft Skills for Garden Conservation“ (CSGC) zwischen 2022 und 2025 in Zusammenarbeit mit internationalen Fachleuten Informationsangebote und Übungsmöglichkeiten für die Gemeinschaft der in historischen Anlagen tätigen Gärtner:innen geschaffen.
Das Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, bewährte Verfahren in neun für die Gartenunterhaltung und Gartenrekonstruktion wichtigsten Themenfelder (siehe die Liste und Links weiter unten) zu ermitteln, zu entwickeln und zu verbreiten. Neuste Erkenntnisse und Methoden, z.B. bei der Anpassung an den Klimawandel, wurden ebenfalls einbezogen. Mit neun Webinaren und neuen Workshops in verschiedenen historischen Gärten wurden Plattformen für die Erweiterung des individuellen Wissens und der handwerklichen Fertigkeiten sowie für einen andauernden, internationalen Austausch geschaffen.
In diesem Video auf YouTube erfahren Sie mehr über die Zielsetzungen und das Konzept des Projektes und sehen einige Impressionen aus der Projektumsetzung vor Ort.
Vorträge und Übungsangebote des Erasmus+ Projekts „Craft Skills for Garden Conservation“
Dauerhaft zur Verfügung stehen die Ergebnisse des gemeinsamen Findens, Entwickelns und Teilens als Mitschnitte der rund 50 Präsentationen, mit denen internationale Expert:innen die zentralen Inhalte bei der Durchführung der Webinare zur Verfügung gestellt haben. In ähnlicher Weise haben die Projektpartner versucht, zumindest ausschnittsweise die Lerninhalte der neun mehrtätigen und stark praxisbezogenen Workshops zu dokumentieren. Dies war nicht immer einfach und ist erst gegen Ende des Projektes immer besser gelungen. Hier war eine professionelle Unterstützung erforderlich, die wir zunächst nicht eingeplant hatten und für die die Förderung durch Erasmus+ kaum Spielraum gelassen hat.
Dennoch gibt es zu allen neun Themenfeldern sehr informative und oft innovative Dokumentationen. Aber wie in internationalen Projekten üblich, stehen die Ergebnisse nut in englischer Sprach zur Verfügung. Um die Präsentationen und Videos auch den deutschsprachigen Interessierten leichter zugänglich zu machen bzw. zur Einarbeitung und weiteren Nutzung der Projektergebnisse anzuregen, haben die Stiftung Schloss Dyck und das Europäische Gartennetzwerk eine „Nachbearbeitung“ auf den Weg gebracht. Es war aber nur dank einer Förderung durch die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen möglich, ausgewählte Ergebnisse des Projektes in deutschen Fassungen anzubieten. Die deutschen Zusammenfassungen und die zum Teil ebenfalls angebotenen Transkriptionen und Übersetzungen der gesamten Inhalte wurden dabei mit Unterstützung durch KI-Portale erstellt und „von Hand“ nachgearbeitet.
Das Projekt hat insgesamt neun Themenfelder behandelt. Über die Verlinkungen gelangen Sie zur jeweiligen Themenseite (einige fehlende Inhalte arbeiten wir nach und nach ein, Stand 22.11.2025):
- Bodenbewirtschaftung
- Rasen- und Wiesenpflege
- Spalierobst im historischen Küchengarten
- Hecken und Formschnittkultivierung
- Zierpflanzen und Wechselbepflanzungen in historischen Gärten
- Bäume im Klimawandel
- Wassermanagement: Teiche und Springbrunnen
- Unterhalt von Wegen und Trockenmauern
- Orangeriepflanzen und Orangerien
Für das Erasmus+ Projekt haben sich diese Organisationen zusammengeschlossen, die auch an einem Folgeantrag für das Jahr 2026 arbeiten:
Norwegen:
Norges grønne fagskole – VEA (Norwegens grüne Berufsschule; Projektleitung; siehe auch das Foto oben – Copyright Vea)
EUROMASC – Beratung und Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung
Niederlande:
Paleis Het Loo (EGHN-Partner)
Schweden:
Gunnebo Haus und Gärten (EGHN-Partner)
Handwerkslabor an der Abteilung für Denkmalpflege der Universität Göteborg
Großbritannien:
PlantNetwork
Deutschland:
Stiftung Schloss Dyck
European Garden Heritage Network




